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Lesen Sie Antworten auf häufige Fragen zu FitGutSchein und informieren Sie sich näher zu Begriffen rund um Prävention, BGM und BGF.

Mehr Informationen: FAQ, Begriffserklärungen

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Zu FitGutSchein / zum Portal:

Warum ist betriebliche Gesundheitsförderung sinnvoll?

Gute Mitarbeiter zu finden, zu halten sowie ihre Leistungsfähigkeit zu unterstützen, wird für Arbeitgeber immer wichtiger und immer mehr Betriebe (auch im Mittelstand) tun etwas dafür.

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) hat nicht nur positive Effekte auf die Gesundheit, sondern drückt eine persönliche Wertschätzung aus und kann die Motivation unterstützen.

Studien zeigen: Je individueller die Gesundheitsangebote sind, umso besser ist der Effekt.

Was ist der Unterschied zur Pflichtvorsorge des "Arbeitsmedizinischen Dienstes"?

Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) als staatliche Rechtsvorschrift enthält Pflichtvorsorgen, die vom Unternehmer zu veranlassen und Voraussetzung dafür sind, Beschäftigte mit einer bestimmten Tätigkeit zu beauftragen.

Individuelle Gesundheitsförderung wie mit FitGutSchein ist eine freiwillige Lohnzusatzleistung eines Arbeitgebers für seine Mitarbeiter mit individueller Gestaltungsmöglichkeit. Sie wird steuerlich besonders gefördert.

Kann ich das Portal auch mobil nutzen, muss ich eine Software Installieren?

Unsere gesamte Webseite wie auch das FitGutSchein Portal sind so gestaltet, dass sie auf den unterschiedlichsten Bildschirmauflösungen bzw. Endgeräten inklusive den gängigen Tablets und Smartphones nutzbar sind.

So können Sie zum Beispiel als Mitarbeiter auch unterwegs schnell das aktuelle Guthaben Ihres FitGutScheins oder die Adresse Ihres PräventionsPartners ansehen.

Eine Softwareinstallation ist in keinem Fall erforderlich, Sie benötigen nur eine Internetverbindung.

Wie komme ich in das Portal / Ich habe meine Login-Daten vergessen – was tun?

Sie geben unter „Anmelden“ einfach Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein ­ beides können Sie jederzeit ändern. Viele Nutzer speichern sich die Anmeldeseite direkt als Favorit im Browser ab.

Zum Anmelden als Mitarbeiter/Arbeitnehmer muss zuerst Ihr Arbeitgeber sein Unternehmen im Portal anmelden und für Sie FitGutScheine bereits stellen.

Sie haben Ihr Passwort vergessen? Kein Problem: Klicken Sie im Anmeldedialog einfach auf „Passwort vergessen“ und Sie erhalten umgehend eine Neues zugesendet.

Für Arbeitgeber:

Welche Steuervorteile kann ich mit FitGutSchein nutzen?

Der Staat unterstützt aktive Gesundheitsförderung für Unternehmen: Bis zu 500 Euro können Sie als Arbeitgeber pro Mitarbeiter und pro Jahr lohnsteuerfrei in die Gesundheitsförderung investieren.

Steuerbefreit sind dabei Maßnahmen, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen des Anforderungen des „Leitfaden Prävention“ der GKV genügen.

Hierzu zählen unter anderem Maßnahmen zur Prävention von Rückenbeschwerden, aber auch Bewegungsprogramme, Ernährungsangebote, Stressbewältigung und Raucherentwöhnung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Welche Unterstützung erhalte ich für meine Unternehmenskommunikation?

Sie belegen mit FitGutSchein, dass Ihnen die Wertschätzung und das Wohlergehen Ihrer Mitarbeiter wichtig sind. Dieses starke Signal unterstützt die Bindung und Motivation Ihrer Leistungsträger – und steigert Ihre Arbeitgeberattraktivität bei der Mitarbeitersuche.

So unterstützen wir Ihre Kommunikation: Sie können Ihr Unternehmenslogo deutlich sichtbar im FitGutSchein Portal integrieren, Sie erhalten auf Wunsch Infobroschüren, und wir unterstützen Sie gern mit Inhalten für Ihr Intranet, Ihre Mitarbeiterzeitung und für Ihren Webauftritt.

Sprechen Sie uns einfach an.

Was kostet der Einsatz von FitGutscheinen?

Das Registrieren im Portal ist für Sie kostenlos und völlig unverbindlich. Für die Einrichtung, Bereitstellung und laufende Aktualisierung der FitGutScheine berechnen wir eine einmalige Einrichtungsgebühr von 10 Euro pro Gutschein – unabhängig vom aufgeladenen Wert.

Die von Ihnen festgelegten FitGutSchein-Guthaben zahlen Sie erst (und auch nur in dem Umfang) sobald Ihre Mitarbeiter Leistungen bei PräventionsPartnern in Anspruch genommen haben.

Für die komplette Administration und steuergerechte Dokumentation wird eine Leistungsgebühr in Höhe von 7% auf den Betrag der jeweils erbrachten und abgerechneten Gesundheitsleistungen fällig. Die Leistungs- und Gebührenabrechnung erfolgt monatlich.

Eine Musterkalkulation sehen Sie hier.

Welche Services erhalte ich, damit mein Organisationsaufwand gering bleibt?

Um folgende Dinge müssen Sie sich mit FitGutSchein NICHT kümmern:

Das Finden und Auswählen von qualifizierten und zertifizierten PräventionsPartnern (Gesundheitsanbietern), das Bereitstellen eines Angebotskataloges für Ihre Mitarbeiter, die Auswahl der Leistungen, Terminabsprachen und ggf. Rückfragen, das Bereitstellen von Raum- und Zeitressourcen, die Dokumentation der Leistungen, die vollständige steuergerechte Dokumentation bis hin zur Jahresmeldung für Ihre Lohnbuchhaltung.

Für Arbeitnehmer:

Welche Gesundheitsleistungen kann ich erhalten?

Gesundheit ist individuell. Deshalb wählen Sie mit FitGutSchein selbst aus, was gut und gesund für Sie ist.

Der gesetzlich vorgegebene Rahmen umfasst viele Gesundheitsangebote, unter anderem Massagen, Krankengymnastik sowie Entspannungs- und Beratungsangebote.

Und: Mit FitGutSchein wählen Sie nicht nur aus, welches Gesundheitsangebot Sie nutzen wollen, sondern auch wann und bei wem.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Meine Firma bietet noch keine FitGutScheine an – was kann ich tun?

Nicht jeder Arbeitgeber kennt die Möglichkeiten und Vorteile der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Und nicht jeder Arbeitgeber kennt FitGutSchein mit den besonderen Vorteilen wie z.B. den individuellen Auswahlmöglichkeiten für Mitarbeiter.

Deshalb informieren Sie Ihren Arbeitgeber am besten gleich mit einer kurzen Mail.

Mein Wunschanbieter ist noch kein PräventionsPartner – was kann ich tun?

Sie haben eine Praxis oder eine/n Therapeutin/en, den Sie kennen und dem/r Sie vertrauen? Wenn diese noch nicht PräventionsPartner sind, informieren Sie ihn/sie einfach. Wir nehmen dann gern den Kontakt für Sie auf, und laden Ihren Wunschanbieter ein, kostenlos dem FitGutSchein Netzwerk beizutreten.

Hier geht’s zu „Neuen PräventionsPartner vorschlagen“.

Wie sicher sind meine Daten im Portal?

Ihre Daten werden vertraulich behandelt – jeder Nutzer sieht nur die ihn betreffenden Informationen.

Um unserem hohen Anspruch an Datensicherheit gerecht zu werden, unternehmen wir große Anstrengungen. Dazu gehören verschlüsselte Datenübertragungen sowie mehrfach abgesicherte Server, die nach neuesten technischen Standards arbeiten.

Mehr dazu lesen Sie in unserer vollständigen Datenschutzerklärung.

Für Leistungsanbieter:

Welche Leistungen kann ich über FitGutSchein anbieten und abrechnen?

Der Gesetzgeber regelt (mit dem Präventionsgesetz und §20 SGB V), welche „Handlungsfelder“ und darauf ausgerichtete Gesundheitsangebote von Betrieben genutzt werden können.

Handlungsfelder sind z.B: „ Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“ oder „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken“

Mögliche Leistungen mit präventivem Charakter können sein: Massagen, Krankengymnastik, Kräftigung und Training für den Rücken, Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung, Stressvorbeugung, Entspannung.

Den Abgleich der Leistungskataloge und der nötigen Qualifikationen mit den o.g. Bestimmungen übernehmen wir für Sie.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Muss ich meine FitGutSchein-Leistungen versteuern?

Dafür ist vor allem entscheidend, ob Sie unter die sogenannte „Kleinunternehmerregelung“ gemäß § 19 Abs. 1 UStG fallen. Die Höchstgrenze für die hierbei mögliche Steuerfreiheit liegt aktuell (Stand: Anfang 2016) bei steuerpflichtigen Umsätze von 17.500 € p.a.

Unser Service: Ihre „Umsatzsteuer-Ampel“ zeigt Ihnen im FitGutSchein Portal an, sobald Sie die o.g. Höchstgrenze erreichen.

Grundsätzlicher Hinweis: Unsere allgemeinen Infos ersetzen nicht das individuelle Gespräch mit Ihrem Steuerberater.

Wie funktionieren Erstattung und Dokumentation, welche Kosten habe ich?

Das Registrieren im Portal ist für Sie kostenlos und völlig unverbindlich. Sie werden nach Freischaltung Ihres Leistungskatalogs für Unternehmen und deren Mitarbeiter mit Ihrem Leistungsspektrum und Ihren Kontaktdaten sichtbar.

Wenn Sie über FitGutSchein Leistungen erbringen – und nur dann – berechnen wir Ihnen eine Servicegebühr von 10% auf Ihren Rechnungsbetrag.

Darin ist die komplette Belegerstellung für Ihre Dokumentation erhalten. Die Abrechnung erfolgt monatlich und wird automatisch mit Ihrer Leistungsgutschrift verrechnet.

Welche Marketingunterstützung erhalte ich?

In erster Linie erhalten Sie mit dem FitGutSchein-Portal ein kostenloses „Schaufenster“ mit direkter Kontaktmöglichkeit für Firmenkunden in Ihrer Region, die Sie und Ihre Leistungen so einfach finden können.

Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit Informationsbroschüren für Ihre Patienten/zum Auslegen in Ihrer Praxis; mit Informationen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie mit Logos, Texten und Inhalten zum Einbinden in Ihre Webseite.

Sprechen Sie uns gern an.

Begriffserklärungen rund um die Gesundheitsförderung:

Absentismus

Unter Absentismus versteht man „motivationsbedingte“ Fehlzeiten, die nicht auf Erkrankungen oder anderen im Arbeitsvertrag vereinbarten zulässigen Gründe für das Fernbleiben von der Arbeit beruhen.

Arbeit 4.0

Die neue Arbeitswelt ist bzw. wird digitaler, flexibler und vernetzter. Diese Entwicklung wird zusammengefasst unter dem Begriff „Arbeiten 4.0“. Sie ist gekennzeichnet durch neue Arbeitsformen und -verhältnisse, technologische Entwicklungen der Industrie 4.0 sowie eine zunehmende Vernetzung. Im Zuge der Digitalisierung werden sich Arbeitsformen und -orte ändern. In der Folge wandelt sich die Arbeitsorganisation ebenso wie die Anforderungen an Führung. Eine höhere Selbstverantwortung für die eigene Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, aber auch an Führung und Motivation von Mitarbeitenden kann durch eine Förderung der Präventionskultur in Unternehmen und Organisationen unterstützt werden.

welt der Zukunft wird digitaler, flexibler und vernetzter. Diese Entwicklung wird zusammengefasst unter dem Begriff „Arbeiten 4.0“. Sie ist gekennzeichnet durch neue Arbeitsformen und -verhältnisse, technologische Entwicklungen der Industrie 4.0 sowie eine zunehmende Vernetzung. Im Zuge der Digitalisierung werden sich Arbeitsformen und -orte ändern. In der Folge wandelt sich die Arbeitsorganisation ebenso wie die Anforderungen an Führung. Eine höhere Selbstverantwortung für die eigene Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, aber auch an Führung und Motivation von Mitarbeitenden kann durch eine Förderung der Präventionskultur in Unternehmen und Organisationen unterstützt werden.

Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähigkeit (AU) ist ein durch Krankheit oder Unfall hervorgerufener regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, aufgrund dessen der in der Kranken- und Unfallversicherung Versicherte seine bisherige Erwerbstätigkeit nicht oder nur unter Gefahr der Verschlimmerung des Zustands weiter ausüben kann. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schätzt die volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle für das Jahr 2015 auf insgesamt 64 Milliarden Euro.

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

… umfasst alle Aktivitäten, die auf die Entwicklung gesundheitsfördernder Rahmenbedingungen sowie auf die Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten und die Stärkung der persönlichen Gesundheitsressourcen abzielen. Die Maßnahmen können individuell oder in Gruppen umgesetzt werden. Die Ziele der BGF beinhalten auch die Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz.

Die Handlungsfelder der BGF sind Bewegung, Stressbewältigung, Entspannung, Ernährung und Suchtprävention. BGF-Maßnahmen sind besonders nachhaltig, wenn sie wiederholt angeboten und auch genutzt werden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

…beinaltet die Verankerung von Gesundheit als betriebliches Ziel unter Inanspruch­nahme von Management­strategien. BGM umfasst folgende Bereiche:

  • Arbeits- und Gesundheitsschutz: Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Berufliches Eingliederungsmanagement (BEM): Überwindung von Arbeitsunfähigkeit und Vermeidung von Fehlzeiten. (Re-)Integration von chronisch kranken Mitarbeitern.
  • Personalmanagement (Personalstrategie, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung)
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Employer Branding

…kann frei mit „Arbeitgeber-Markenbildung“ in die deutsche Sprache übersetzt werden. Employer-Branding greift auf die Aktivitäten und Tools des klassischen Marketings zurück. Jedoch werden alle Maßnahmen nicht wie üblich auf ein Produkt oder eine Dienstleistung bezogen, sondern haben das Ziel, ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Angesichts des zunehmenden Personal- und Fachkräftemangels sowie des Talentwettbewerbs innerhalb vieler Branchen können sich so Unternehmen darauf fokussieren als angenehmer Arbeitgeber aufzutreten und zu gelten.

Empowerment / Befähigung

Stärkung der (gesundheitlichen) Eigenverantwortung. Voraussetzungen für Empowerment innerhalb einer Organisation sind eine Vertrauenskultur und die Bereitschaft zur Delegation von Verantwortung auf allen Hierarchieebenen, eine entsprechende Qualifizierung und passende Kommunikationssysteme.

Fluktuation, unternehmensfremde

Mitarbeiterfluktuation beinhaltet alle Abgänge eines Unternehmens, die von einem Mitarbeiter durch eine Kündigung initiiert wurde, der in ein anderes Unternehmen wechselt. Fluktuation kann auf Firmeninterne Probleme (Arbeitszufriedenheit etc.) hinweisen. Die Kosten der Fluktuation können sich pro Mitarbeiter im vier- bis fünfstelligen Bereich bewegen, weshalb sich Investitionen um diese zu verringern schnell amortisieren können.

Kleinunternehmer /-regelung

Als Kleinunternehmer gelten Unternehmer, deren Umsatz im vorangegangenen Jahr einen Betrag von 17.500,00 € nicht überstiegen hat und deren Umsatz im laufenden Jahr 50.000,00 € voraussichtlich nicht übersteigen wird. Beide Voraussetzungen müssen gegeben sein.

Für Kleinunternehmer entfällt neben dem Vorsteuerabzug der Ausweis der Umsatzsteuer auf erstellten Rechnungen.

Krankheitskosten

Kosten die entstehen, wenn ein Arbeitnehmer krankheitsbedingt nicht arbeiten kann. Sie können in direkte und indirekte Krankheitskosten unterschieden werden. Siehe auch: Präsentismus

  • Direkte Krankheitskosten: in Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung einer Krankheit entstehenden Kosten (medizinische Behandlung, Rehabilitation, Pflegemaßnahmen, Verwaltungskosten der Leistungserbringer etc.)
  • Indirekte Krankheitskosten: krankheitsbedingter Ressourcenverlust am Arbeitsmarkt infolge von Arbeitsunfähigkeit, Invalidität und Mortalität in Form von verlorenen Erwerbstätigkeitsjahren

Lohnsteuerfreue Zusatzleistung für Gesundheitsförderung

Diese Förderungsmöglichkeit für Betriebe besteht zusätzlich zu Sachleistungen. Es werden hierbei Maßnahmen steuerbefreit, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen des § 20a SGB V genügen. Dies sind z. B. Kurse zur gesunden Ernährung, Rückengymnastik, Suchtprävention, Stressbewältigung etc.

 Nicht darunter fällt die Übernahme der Beiträge für einen Sportverein oder einFitnessstudio (=Sachleistung). Zudem müssen diese Leistungen vom Arbeitgeber zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden (keine Umwandlung von Arbeitslohn). In diesem Fall kann ein Betrag von bis zu 500 EUR je Arbeitnehmer und Jahr steuerfrei bleiben.

Präsentismus

Unter Präsentismus versteht man eine Anwesenheit des Mitarbeiters trotz Krankheit am Arbeitsplatz. Typische Folgen des Präsentismus sind: Die Konzentration lässt nach, die Fehleranfälligkeit steigt, die Unfallgefahr nimmt zu und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Präsentismus kann sich zu einem gewaltigen Kostentreiber für Unternehmen herausstellen. Schätzungen zufolge gehen bis zu 60 % der Gesundheitskosten auf Präsentismus zurück.

Präventionsgesetz / §20 SGB V

Durch das Präventionsgesetz können Arbeitgeber bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuermindernd für Gesundheitsmaßnahmen geltend machen. Es handelt sich somit um lohnsteuerfreie Zusatzleitungen. Diese Vorteile werden dann gewährt, wenn Leistungen und Qualifikation der Anbieter sowie die Dokumentation den Voraussetzungen gemäß §20 SGB V und §3, Nr 34 EStG entsprechen.

Resilienz

Hiermit bezeichnet man die Fähigkeit eines Menschen, auf Krisen und Störungen reagieren zu können und sich selbst zu erneuern ohne sich grundlegend zu verändern. Im Arbeitsalltag kann eine hohe Resilienz das Bewältigen von Stress- oder Drucksituationen erleichtern.

Return on Investement / on Prevention

Ob sich eine Investition gelohnt hat, zeigt die Errechnung des Return on Investment, was im deutschen Sprachgebrauch so viel bedeutet wie Kapitalrendite und mit ROI abgekürzt wird. Die Kennziffer des ROI beschreibt das prozentuale Verhältnis zwischen dem investierten Kapital und dem Gewinn, den das Unternehmen erwirtschaften konnte.

Der erweiterte Begriff Return on Prevention bezieht sich auf die Investitionen in Prävention am Arbeitsplatz und die daraus resultierenden Einsparungen durch gesündere Mitarbeiter. Studien belegen hierfür ein 2-5fache Rendite.

Sachleistung, steuerbegünstigte

Bis zu einer Freigrenze von 44 Euro dürfen Unternehmen jedem Mitarbeiter pro Monat eine Sachleistung gewähren. Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer zahlen dafür Steuern- und Sozialabgaben. Für den Mitarbeiter stellt das ein Plus von bis zu 528 Euro im Jahr dar.

Setting (Lebenswelt) gemäß Präventionsleitfaden

Ein „Setting“ wird einerseits als soziales System beschrieben, das eine Vielzahl relevanter Umwelteinflüsse auf eine bestimmte Personengruppe umfasst. Andererseits ist es ein System, in dem die Bedingungen von Gesundheit und Krankheit gestaltet werden können. Settings sind die Basis für die praktische Anwendung von Maßnahmen, Projekten und Prozessen zur Organisationsentwicklung der Gesundheitsförderung. Durch ihre Organisationsstruktur und ihre sozialen Gefüge haben Settings einen entscheidenden Einfluss auf die dazugehörigen Individuen und Statusgruppen.

Aus diesem Grund sind Settings der Hauptansatzpunkt für Prävention laut dem „GKV Leitfaden Prävention“. Beispiele für einzelne Settings sind Stadt, Stadtteil, Kommune, Betrieb beziehungsweise Unternehmen, Krankenhaus, ambulante Praxis, Pflegeeinrichtung, Familie, Kindertageseinrichtung, Schule und Hochschule.

Unternehmenskultur / Corporate Culture

Bei der der Unternehmenskultur handelt es sich um ein System von Werten, Normen und Überzeugungen, das den einzigartigen Charakter und Stil eines Unternehmens begründet. Dieses System umfasst das Verhalten des Managements und das Verhalten der Mitarbeiter aller Hierarchieebenen. Corporate Culture bezieht vor allem auf die Kommunikation und die Verhaltensweisen innerhalb des Unternehmens. Zudem betrifft es die Werte und Normen, die entsprechend dem formulierten Ziel der Corporate-Identity-Strategie umgesetzt und gepflegt werden sollen

Verhaltensprävention

Die Verhaltensprävention umfasst verhaltensorientierte bzw. personenbezogene Maßnahmen, die darauf abzielen, die Gesundheit durch Änderung des persönlichen Verhaltens zu fördern. Dabei steht die Stärkung der individuellen Kompetenz zur Erhaltung der Gesundheit durch die positive Beeinflussung des persönlichen Gesundheitsverhaltens und die gleichzeitige Meidung gesundheitsschädlichen Verhaltens im Vordergrund.

Verhältnisprävention

Die Verhältnisprävention, auch strukturelle Prävention genannt, umfasst Maßnahmen, die darauf abzielen durch Änderung der Arbeitsbedingungen Gesundheit zu fördern und krankheitsbedingte Kosten zu senken. Die Ergonomie am Arbeitsplatz, Arbeitsprozessabläufe sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Zusammenhaltes der Beschäftigten sind Beispiel der Verhältnisprävention

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